Reddition 65

Dossiers Andreas & François Schuiten
Magazin, A4, 76 farbige Seiten
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Verkaufspreis10,00 €
Beschreibung

Der eine ist Belgier, der andere Deutscher. Und doch haben beide Künstler den frankobelgischen Comic maßgeblich geprägt und gelten heute als Ausnahmeautoren mit hohem Kultfaktor – wenngleich unabhängig voneinander, sowohl was die Prägung wie auch ihre Wirkung betrifft.

Andreas ist der innovative und herausragende Bilderzähler, der vor allem in seiner Wahlheimat Frankreich und in den Niederlanden hohes Ansehen genießt: Dem in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Zeichner und Autor ist es in einer mittlerweile 40 Jahre währenden Karriere immer wieder gelungen, sein Publikum durch Inhalt und Form seiner Comics zu begeistern, in Erstaunen zu versetzen oder auch ratlos zurückzulassen. Eines kann er aber mit nahezu jedem von ihm gestalteten Album belegen: Die Erzählform Comic vorangebracht und ihre zahllosen Möglichkeiten aufgezeigt zu haben.

François Schuiten dagegen ist weniger der stilistische, als vielmehr der inhaltliche Erneuerer frankobelgischer Comics seit den 1980er Jahren. Seine zusammen mit dem Szenaristen Benoît Peeters geschaffenen Betrachtungen über die »geheimnisvollen Städte« gelten zu Recht als ein einzigartiges Zeugnis vom Leben in der Zivilisation des Übergangs vom 19. auf das 20. Jahrhundert. Obwohl rein fiktiv und oftmals utopisch, gewinnt der Leser im Werk Schuitens nicht zuletzt aufgrund der realistischen Darstellungen von Mensch und Architektur Einblicke in gesellschaftliche Abgründe.

Die vorliegende Ausgabe der REDDITION widmet sich in einem Doppel-Dossier diesen zwei innovativen und herausragenden Künstlern, stellt ihre Lebensgeschichten vor und bietet mit ausführlichen Bibliographien beider Künstler komplette Werkübersichten. Ein Artikel über »Architektur im Comic« von Peter Lau bildet dabei so etwas wie eine Klammer, und Achim Schnurrer erinnert sich daran, wie er Andreas in den 1980er Jahren für den deutschen Markt »entdeckt« hat.