Die virtuelle REDDITION-Jubiläumsausstellung

2014 feierte die REDDITION – Zeitschrift für Graphische Literatur ihren 30. Geburtstag und wurde während des Internationalen Comic-Salons in Erlangen mit einer eigenen Ausstellung geehrt. Die daraufhin vom Kieler Comiczeichner Volker Sponholz kuratierte Ausstellung, die vom 19. bis 22. Juni 2014 in einem eigens dafür eingerichteten Raum in der Erlanger Innenstadt gezeigt wurde, präsentierte nicht nur einen tiefgehenden Einblick in die Herstellung und Geschichte eines Comicfachmagazins, sondern stellte auch den Ausstellungsmacher vor besondere Herausforderungen. »Ausstellung konnte ich inzwischen – dachte ich«, so Sponholz rückblickend. »Im Angesicht von Kisten voller Briefe von Fans, Verlegern und Zeichnergrößen, epischen Interview-Transskriptionen und Unmengen gefix-o-gumter Druckvorlagen wurde mir dann erst richtig klar, welch ungeheures Arbeits-Werk dieses Magazin darstellt.«

Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen und lockte während des Comic-Salons zahlreiche Besucher in die kleine aber feine Ausstellung. Umso trauriger waren alle Beteiligten, als die gezeigten Exponate, darunter haufenweise Originalzeichnungen, Leserbriefe, Fotos und Originalausgaben, wieder eingepackt werden mussten. Doch schon da war klar, dass die Jubiläumsausstellung eines Tages erneut gezeigt werden würde – als virtueller Rundgang durch den Schauraum in der Erlanger Innenstadt! Dank Uwe Zimmermann und Tobias Hiep und ihrer Truppe engagierter Studenten des Studiengangs Medieninformatik der Hochschule Flensburg wurden sowohl die Räumlichkeiten als auch die Exponate aufwendig digitalisiert und zu einer »begehbaren« Ausstellung zusammengestellt, die ab sofort über alle gängigen Browser und Mobilgeräte angeschaut werden kann:

Hier geht's zur Ausstellung »Der Fels in der Brandung: 30 Jahre REDDITION«. Eintritt frei!

 

Blick in die virtuelle REDDITION-Ausstellung

 

Der Start des diesjährigen Digitalen Comic-Salons (#csedigital), der das aufgrund der Corona-Pandemie abgesagte Festival in Erlangen ersetzen wird, war nun ein willkommener Anlass, noch einmal zurückzuschauen auf eine schöne Ausstellung, die neben zahlreichen digitalen Dokumenten auch Audio-Aufzeichnungen der u.a. mit Isabel Kreitz, Alberto Breccia, Jacques De Loustal, David Mack, Ulf K. und vielen anderen geführten Interviews sowie ein Video-Porträt mit REDDITION-Herausgeber Volker Hamann präsentiert.

Eine einfache und anschauliche Dokumentation und Menüführung erleichtert die Orientierung in der Ausstellung. Viel Spaß beim Entdecken und Stöbern!

 

Blick in die virtuelle REDDITION-Ausstellung

Blick auf den »Eingang« zur virtuellen REDDITION-Ausstellung


Impressum


REDDITION 71 Dossier Zeitungscomics in Deutschland

Reddition 71Bereits früh im deutschen Wirtschaftswunderland gelangten Comicserien als willkommene Unterhaltung auf die Seiten von Tageszeitungen und Illustrierten – lange, bevor eine hiesige Comicheftkultur entstand. Das Vertriebsmodell wurde aus den USA etwa von King Features übernommen und von der in Frankfurt ansässigen Firma Bulls erfolgreich in Deutschland etabliert.
Mit dem Dossier in dieser Ausgabe der REDDITION blicken wir hinter die Kulissen der fast vergessenen Erfolgsgeschichte dieser Comics in Deutschland und dokumentieren die Entstehung von Zeitungscomics in den USA, ihre Etablierung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und ihre Blütezeit ab den 1950er Jahren. Diese Zeitungsveröffentlichungen können so genau dokumentiert werden, da uns bislang unveröffentlichte Informationen, alte Laufkarten und das Presse-Archiv des deutschen Lizenzgebers Bulls für Recherchezwecke zur Verfügung standen.
Wir präsentieren neben Porträts von Bestsellerserien wie Flash Gordon, Prinz Eisenherz, Star Wars, Hägar, Calvin und Hobbes oder Modesty Blaise und einem Überblick frankobelgischer Serien wie Suske und Wiske, Tim und Struppi oder Bessy in Zeitungen auch weniger bekannte Serienerfolge und viele Hintergründe über das traditionelle Syndikatsgeschäft.

Das Inhaltsverzeichnis:

  • Das Jahrhundert der Comicstrips
    von Michael Hein
  • Blondie
    von Stefan Schmatz
  • Terry and the Pirates
    von Peter Schimkat
  • Wie Prinz Eisenherz nach Deutschland kam
    von Stefan Schmatz
  • Bulls Pressedienst – Die Anfänge
    von Bernd Frenz
  • Zeitungscomics non-stop seit 1948
    von Stefan Schmatz
  • Große Kämpfe in kleinen Streifen
    Superhelden in den Zeitungen
    von Peter Osteried
  • The Phantom
    Superheld mit modernen Alleinstellungsmerkmalen
    von Bernd Frenz
  • Rip Kirby, Gentleman-Detektiv
    von Stefan Schmatz
  • Europäische Comicklassiker in deutschen Zeitungen
    von Volker Hamann
  • Die Peanuts in Deutschland
    von Ole Frahm
  • Disney bei Bulls
    von Jens R. Nielsen
  • Flash Gordon
    Der ultimative Science-Fiction-Abenteurer
    von Matthias Hofmann
  • James-Bond-Zeitungscomics
    von Thorsten Hanisch
  • Ihr Name ist Modesty
    von Peter Osteried
  • Hägar – Der verbreitetste Zeitungscomic
    von Stefan Schmatz
  • Doonesbury
    von Falk Straub
  • Auf zu den Sternen
    Star Wars und Star Trek
    von Peter Osteried
  • Calvin and Hobbes
    von Michael Hein
  • Zits
    von Falk Straub
  • Das große Bulls-Interview
    »Comics in Deutschland salonfähig machen.«
    von Alex Jakubowski

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Beilage zu Reddition 71

Beilage zu REDDITION 71Zu dieser Ausgabe erscheint wieder eine limitierte Extra-Beilage für Abonnenten: Ein Zeitungsartikel von 1950 mit einer frühen Dokumentation über die Entstehung von Comics als großformatiges DIN-A-2-Poster, limitiert auf 500 Exemplare!

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Leseprobe Reddition 71:

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Reddition 71: Dossier Zeitungscomics in Deutschland, Juni 2020
Magazin, 84 farbige Seiten. Jetzt bestellen!


REDDITION 70 Dossier Pierre Christin

Reddition 70: Cover von Mézières und MouclierIm Januar 2019 erhielt Pierre Christin auf dem Comicfestival in Angoulême den Prix René Goscinny für sein Lebenswerk, das mehr als 50 Jahre Arbeit für den Comic umfasst. In dieser Zeit hat der französische Schriftsteller und Comicautor wegweisende Werke wie Europas erfolgreichste Science-Fiction-Comicserie Valerian und Veronique (mit Jean-Claude Mézières), Treibjagd und weitere Polit-Thriller (mit Enki Bilal) oder historische Frauenporträts wie Die Diva (mit Annie Goetzinger) geschrieben. Zuletzt erschien mit Ost-West seine Autobiographie in Comicform, gezeichnet von Philippe Aymond.

Zeit also, sich in der REDDITION erneut einem Comicszenaristen zu widmen. Doch anders als seine drei Kollegen René Goscinny, Jean-Michael Charlier oder Michel Regnier alias Greg, zu denen in früheren Ausgaben der REDDITION bereits ausführliche Dossiers erschienen sind und die ihre Karriere als Szenaristen in den 1950er Jahren erfolgreich ausbauen konnten, musste sich Pierre Christin auf einem sich stark verändernden Markt behaupten. In einer Zeit, als Konventionen kippten und es galt, den Comic neu zu erfinden, suchte er die Zusammenarbeit mit jungen Zeichnerinnen und Zeichnern, die an den gemeinsamen Comicprojekten reifen konnten. Er entwickelte im Comic bis dahin unbekannte Erzählformen und stellte journalistisch-aktuelle Bezüge her, die in ihrer Wirkung ähnlich wegbereitend sind wie die von Will Eisner, der heute als »Pionier der Graphic Novel« gilt.

Von den Herausforderungen und Umständen einer ereignisreichen Karriere berichtet Andreas C. Knigge in seiner ausführlichen Biographie über Pierre Christin, die von einem Essay über Bessons Valerian-Film, einem aktuellen Interview mit Jean-Claude Mézières sowie Porträts über Annie Goetzinger, Enki Bilal und Philippe Aymond begleitet wird, also die Zeichnerinnen und Zeichner, mit denen der Szenarist über viele Jahre partnerschaftlich zusammenarbeitete. Vervollständigt wird das Dossier von einer Bibliographie sämtlicher Comics (und anderer Texte), die Pierre Christin geschrieben hat.

Das Inhaltsverzeichnis:

  • Planet Christin
    von Andreas C. Knigge
  • About That Jazz
    Pierre Christin und Jean Vern
    von Andreas C. Knigge
  • Kleiner Grenzverkehr
    Pierre Christin und André Juillard
    von Andreas C. Knigge
  • Valerian und Veronique
    von Volker Hamann und Roland Mietz
  • Am Ende von Raum und Zeit
    Ein Gespräch mit Jean-Claude Mézières
    von Andreas C. Knigge
  • Valerian: Die Stadt der tausend Planeten
    Wie ein Film seinen Ursprung als Comic verrät
    von Georg Seeßlen
  • Zeichen der Zeit
    Die Zusammenarbeit Christin/Bilal
    von Michael Hein
  • Annie Goetzinger
    von Falk Straub
  • Philippe Aymond
    von Bernd Frenz
  • Pierre Christin, Bibliographie seiner Werke
    von Volker Hamann

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Beilage zu Reddition 70: »Der Mühe gerechter Lohn«

Beilage zu REDDITION 70Zu dieser Ausgabe erscheint in deutscher Erstveröffentlichung eine der ersten Kurzgeschichten, die Pierre Christin und Jean-Claude Mézières Mitte der 1960er Jahre für Pilote gestalteten, als kleinformatige, limitierte Broschüre, limitiert auf 500 Exemplare!

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Leseprobe Reddition 70:

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Reddition 70: Dossier Pierre Christin, August 2019
Magazin, 76 farbige Seiten. Jetzt bestellen!