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Frisch Gelesen Folge 242: Freak Brothers 1

Voll auf Droge: die Freak Brothers.

»Nun, ich für meinen Teil werde diesen Sommer mit Dope rauchen, Dope essen, Dope trinken verbringen und so mein Bewusstsein erweitern.«


FRISCH GELESEN: Archiv


Freak Brothers Gesamtausgabe 1

Story: Gilbert Shelton (u. Dave Sheridan, Paul Mavrides)
Zeichnungen: Gilbert Shelton (u. Dave Sheridan, Paul Mavrides)

avant-verlag
Hardcover | 320 Seiten | s/w u. Farbe | 39,00 €
ISBN: 978-3-96445-054-8

Genre: Alternativ, U-Comics, Comics für Erwachsene

Für alle, die das mögen: Raymond Martin, Volksverlag, 60er und 70er Jahre, Fat Freddy's Cat, Studentenbewegung, Charles Bukowski, Fritz the Cat, Robert Crumb, Gerhard Seyfried



Jetzt soll es nicht zur Tradition werden, Rezensionen mit irgendwelchen alten Geschichten anzufangen. Aber dieses Mal muss es dann doch sein. 1980 hatte der knapp neunzehnjährige Benedikt Taschen in Köln in der Lungengasse den – meines Wissens nach – ersten reinen Comicladen aufgemacht. Damit wurde Köln für mich zum Mekka, war es doch erstmals möglich, nach Herzenslust in amerikanischen original Comicheften zu stöbern und unter fachkundiger Beratung zu kaufen. Und das war dann auch mein erster Kontakt mit den Fabulous Furry Freak Brothers. Unvergessen auch das anachronistische Aufeinandertreffen der älteren Herren Shelton, Crumb und Seyfried mit amerikanischen Superhelden und frankobelgischer Comickunst auf dem Münchner Comicfestival 2013. Glückliche – auch ältere Herrschaften – durften dann sogar im gleichen Raum mit den Künstlern in der Paulaner Brauerei das eine oder andere Bier zu sich nehmen.

Vielleicht ein wenig zu viel Historie, bevor es zu dem eigentlichen Gegenstand der Rezension kommt, aber letztendlich sind die Freak Brothers genau das – eine durchaus dicke Reise in die Vergangenheit.


Dicke Reise in die Vergangenheit: eine Feier der 60er mit Sex, Drugs and Rock 'n' Roll.


Etwa zeitgleich mit den Studentenunruhen der 68er Jahre (»Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren«) war die Geburtsstunde der Fabulous Freak Brothers. Die Freak Brothers – Phineas, Freewheelin' Franklin und Fat Freddy – waren der Gegenentwurf zum Establishment: arbeitsscheu, gammelig, chaotisch, langhaarig und auf der ständigen Suche nach Drogen, kurz gesagt: der Inbegriff des Hippies. Auch politisch konnte man sie pauschal als sozialistisch, kommunistisch und anarchisch einstufen. Sie wurden so zu einer Blaupause für einen großen Teil der damaligen Jugend. Vielleicht ist auch nur so der – für damalige Verhältnisse – große Erfolg der Comics aus einem kleinen Verlag wie Rip Off Press zu erklären.


Kleinteilige Comics, für deren Konsum starke Brillengläser durchaus von Vorteil sind.


Inhaltlich drehen sich die oft kurzen Geschichten im Wesentlichen wirklich nur darum, den Tag möglichst ohne Arbeit, Verantwortung und zugedröhnt zu verbringen und gleichzeitig der allgegenwärtigen Staatsgewalt zu entgehen. Neben den drei Protagonisten dürfen natürlich die unterschiedlichen Nebenfiguren wie Fat Freddy's Kat, die allgegenwärtige, militärisch organisierte Kakerlakenarmee oder der völlig verblendete Undercover-Spitzel Notorischer Norbert nicht unerwähnt bleiben, die wie ein Running Slapstick immer wieder die Geschichten bereichern. Fat Freddy´s Kat hatte es dann sogar zu einem »eigenen« Comic gebracht, der für Leser mit guten Augen oder ganz starken Brillengläsern am unteren Rand der eigentlichen Geschichten angeheftet war und eher komisch als in irgendeiner Beziehung kritisch war.


Wenn's zur Sache geht, gibt's aber auch mal ganzseitige Panels.


Mehrere Jahrzehnte später mag das alles ein wenig angestaubt klingen – für Spätgeborene, die sich nicht mehr vorstellen können, dass Comics der Subkultur zugerechnet wurden und das Berlin-Kreuzberg einst als Zentrum der Alternativbewegung und Hausbesetzerszene galt, mögen die Freak Brothers das Artefakt einer längst vergangenen Zeit sein. Für alle anderen – wie mich – ist dieser erste Band der Anfang einer längst überfälligen Gesamtausgabe. Ob Zweitausendeins, Volksverlag oder Rotbuch, die bisherigen Veröffentlichungen waren immer nur ein – vielleicht auch gut gemeintes – Stückwerk.

Leider habe ich nicht mehr den direkten Vergleich, aber ursprünglich wurden die Geschichten der Freak Brothers nicht nur von Gerhard Seyfried, sondern auch von Harry Rowohlt übersetzt. Warum auch immer gibt es in diesem Band eine neue Übersetzung von Lutz Müller, die ohne direkten Vergleich aber keine wirklichen Schwächen offenbart – und möglicherweise dann doch weniger anachronistisch ist.

Alles in allem eine mehr als gelungene Veröffentlichung, für die man sich einfach auch ein wenig mehr Zeit nehmen sollte (und eine Lupe).

[Stephan Schunck]

Abbildungen © 2021 avant-verlag / Gilbert Shelton


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