Die 8. Hamburger Graphic Novel Tage vom 11. bis 14. März 2019 im Literaturhaus Hamburg bringen mit jeweils zwei Gästen aus Frankreich und Amerika Repräsentanten der großen Comickulturen ins Gespräch mit deutschen Künstlern. Im Festsaal an der Alster werden u.a. Jochen Gerner, Henning Wagenbreth, Nora Krug, Catherine Meurisse, Mikael Ross, Jason Lutes und Arne Jysch erwartet. Als Spezialgast nimmt auch Volker Kutscher teil.
»Als Lebender war ich Martin Morbus … ein Nichtsnutz mit einem BMI von 33 … jetzt reisse ich Grabsteine aus … störe die Totenruhe … und ich höre sogar wie sie sich beschweren!«
Der französische Schriftsteller und Comicautor Pierre Christin wurde im vergangenen Jahr 80 Jahre alt und kann auf eine mehr als 50-jährige Karriere zurückblicken, in der wegweisende Werke wie Europas erste Science-Fiction-Comicserie Valerian und Veronique (mit Jean-Claude Mézières), Treibjagd und weitere Polit-Thriller (mit Enki Bilal) oder historische Frauenporträts wie Die Diva (mit Annie Goetzinger) entstanden. Auf dem Comicfestival in Angoulême, das seit gestern läuft, erhält Christin am Wochenende nun den Prix René Goscinny für sein Lebenswerk. Ein umfangreiches Dossier über den Szenaristen in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift Reddition ist in Vorbereitung.
Ihr wollt sie, Ihr kriegt sie: Hier kommt die einzige Jahresbestenliste, die es braucht. Zumindest hoffen wir das. Denn wir haben uns in der Redaktion und mit unseren Mitarbeitern lange Gedanken über unsere Nennungen gemacht. Ihr erfahrt, was schon jetzt ein Klassiker des Erotik-Comics ist, wieso Flix es mit Weltnivöh zu tun bekommt und warum ein ALFONZ-Autor gerne die Künstler von Weissblech mal zum Bier einladen möchte.
2019 ist das große Asterix-Jubiläumsjahr! Seit dem Start des Pilote-Magazins am 29. Oktober 1959 sorgen Asterix und Obelix weltweit für Furore und wurden 390 Millionen Alben und Übersetzungen in 111 Sprachen und Dialekten verkauft - davon 130 Millionen allein in Deutschland! Albert Uderzo und René Goscinny, den Schöpfern der Asterix-Reihe, verdankt Frankreich somit einen seiner größten Exportschlager. So ein Jubiläums-Jahr muss gefeiert werden. Nicht nur mit dem 38. Band der Reihe, welcher nach Asterix in Italien das vierte Gemeinschaftswerk des Autorenduos Jean-Yves Ferri und Didier Conrad ist, sondern auch mit dem neuen Animationsfilm Asterix - Das Geheimnis des Zaubertranks (ab dem 14.03.2019 im Kino) und vielen weiteren Publikationen und Überraschungen.
»Alle stimmen darin überein, dass sich Wölfinnen, wer immer sie sind, gewöhnlich nicht erweichen lassen.« »Halbgötter übrigens auch nicht. So erzählt man es sich jedenfalls.«
Neues Jahr, neue Programme. Beim All Verlag fällt das erste Halbjahr 2019 gewohnt übersichtlich, konsequent und solide aus. Dieses Mal sind es zehn Novitäten, die vor allem Comicfans freuen dürften, die in den 1970ern aufgewachsen sind. CRON hat Programmleiter Ansgar Lüttgenau zu Überraschungen und Enttäuschungen des abgelaufenen Jahres und zu den geplanten Veröffentlichungen befragt und dabei etwas über zeitaufwendige Bearbeitungen und über eine Serie erfahren, die der Verleger im Grunde nur noch für sich selbst zu Ende führt.
»Wir mögen neue Leute, brauchen neue Leute und lieben neue Leute. Neue Leute sind der Lebenssaft, der das Herz unserer Gemeinschaft höherschlagen lässt.« (Lance Hornsby, die Gemeinschaft)
Zwölf neue Titel und zwei alte, in einem Doppelalbum zusammengefasst und noch einmal aufgelegt, stehen im Programm des Berliner avant-verlags für das erste Halbjahr 2019. CRON wirft einen Blick auf die Novitäten und hat mit sich mit Verlagsleiter Johann Ulrich über Bestseller und schwierige Titel, über Sinn und Zweck von Kulturförderung und jede Menge neue Comics unterhalten – von Künstler- und Politikerbiografien über seltsame Prinzessinnen bis zu Trapper- und Indianergeschichten.
Das Frühjahrsprogramm von Reprodukt ist da und bietet viele politische und historische Stoffe. Aber auch abseits dessen, nicht zuletzt bei den Kindercomics, gibt es jede Menge zu entdecken. CRON stellt alle Neuheiten vor und hat mit Verlagsleiters Dirk Rehm über wirtschaftliche Erfolge, Überzeugungsarbeit im Buchhandel, richtige Riecher und »Amerikas heißesten jungen Milliardär« gesprochen.
Ab kommender Woche im Handel und damit rechtzeitig vor den Festtagen erscheinen in der Edition Alfons zwei neue Sekundärpublikationen über Comics: ALFONZ Nr. 1/2019 mit dem gewohnt reichhaltigen Informationsangebot zu allen wichtigen Comics, Zeichnern und Autoren des Winterquartals, sowie REDDITION Nr. 69 mit einem Dossier über den Belgier Peyo und seine berühmtesten Schöpfungen, die Schlümpfe.
In den 1970er Jahren waren sie eine der ersten europäischen Comicserien, die weltweiten Erfolg im Merchandising hatten, also bei der Vergabe von Lizenzen für die Herstellung von Begleitprodukten und der damit einhergehenden Vermarktung. Überall begegnete man den kleinen blauen Kobolden, die, so wusste bald jedes Kind, Schlümpfegenannt wurden. In ihrer ursprünglichen Form, in den Comics, hatte man sie auch in Deutschland bereits Ende der 1960er Jahre in den Publikationen des Kauka-Verlages entdecken können, aber schon bald folgten sie in allen nur erdenklichen Formen und Größen; die Fernsehausstrahlung von Zeichentrickfilmen mit den Schlümpfen oder die Kinderzimmerinvasion der kleinen Plastikfiguren waren nur der Anfang einer globalen Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.
Als der belgische Zeichner Pierre Culliford alias Peyo die sympathischen Winzlinge 1958 in seiner Serie Johann und Pfiffikus einführte, konnte er nicht ahnen, welchen triumphalen und einzigartigen Siegeszug die Schlümpfe antreten würden – von der liebe- und niveauvollen Comicunterhaltung bis hin zu Merchandising und Filmen bieten Peyos Helden auch viele Jahre nach seinem Tod eine erstaunliche Bandbreite.
Das Dossier der neuen REDDITION geht dem Rezept für Erfolg und Vielfalt der Schlümpfe auf den Grund und dokumentiert mit der Beschreibung von Leben und Werk Peyos den Weg von den Comics hin zum multimedialen Franchise, bei dem auch seine zahlreichen Kollegen und Assistenten, die Figuren und Filme nicht ausgelassen werden.
Das Inhaltsverzeichnis:
Die Schlümpfe Eine Einleitung von Volker Hamann und Roland Mietz
Biographie Peyo von Volker Hamann
Interview mit Pierre Culliford alias Peyo von Arnel Lefevre
Der Schlumpf in seinen 100 Gestalten Zwei Annäherungen an Peyos Erzähluniversum von Uwe Zimmermann
Aus dem Schatten heraus Peyo und seine Assistenten von Peter Osteried und Volker Hamann
Schmurf? Schloumpf? Oder doch lieber Schlumpf? Wie die Schlümpfe zu ihrem deutschen Namen kamen von Volker Hamann
Die Geschichte der Schlumpf-Figuren von Falk Straub
Die Schlümpfe in Deutschland von Stefan Schmatz
Smurfin`USA von Peter Schimkat
Die Schlümpfe in Fernsehen und Film von Thorsten Hanisch
Peyo, Bibliographie seiner Comics von Volker Hamann
Beilage zu Reddition 69: Die Schlümpfe: Werbecomics für Kellogg's Corn Flakes
Zu dieser Ausgabe erscheinen in deutscher Erstveröffentlichung die neun Halbseiten, die Peyo 1965 als Werbung für die Cerealienmarke Kellogg's Corn Flakes zeichnete, als kleinformatige Broschüre, limitiert auf 500 Exemplare!
ALFONZ Nr. 01/2019 - Januar bis März 2019 Magazin, A4, 100 farbige Seiten, € 7.95
JUBILÄUM: Rückblick auf 90 Jahre Micky Maus 2018 feiert eine der großen Ikonen der Comicgeschichte Geburtstag. Dabei machte Walt Disneys kluge Maus erst später Karriere als Comicfigur, begann ihre Laufbahn im November 1928 zunächst als Zeichentrickfigur im Film »Steamboat Willie«. Aus diesem Grund schaut sich ALFONZ die Entwicklung der Figur sowohl in den Filmen wie auch den Comics an und wagt den Versuch einer Erklärung für ihren Erfolg.
BIOGRAPHIE: Lebensgeschichte als Comic: Pierre Christin Zeichner Philippe Aymond (Lady S.) und Szenarist Pierre Christin (Valerian und Veronique) kennen sich gut und haben bereits an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. Nun hat Aymond die bewegte Lebensgeschichte des Politikwissenschaftlers, Journalisten und Comicautors zwischen Flower-Power und der Atomkatastrophe von Tschernobyl in der graphischen Erzählung Ost-West aufgezeichnet.
BESTSELLER: Kai Meyer kann auch Comic Seine Bücher landen regelmäßig in den Bestsellerlisten – und das nicht nur in der Kategorie Phantastik, einem Genre, dem sich der 1969 geborene Schriftsteller besonders zugehörig fühlt. Werke wie Die Wellenläufer oder Das Wolkenvolk wurden zudem bereits erfolgreich als Comic adaptiert. Nun hat Meyer mit Das Fleisch der Vielen eine eigene Horror-Graphic-Novel geschrieben, auf die ALFONZ innerhalb eines ausführlichen Porträts über den Autor besonders eingeht.
Der komplette Inhalt:
News • Meinungen • Kurzinterviews • Crossmediales
ALFONZ-KRITIKERPOLL: Die Besten von 2018
Titelthema
Eine Maus mit 1.000 Gesichtern – Zum 90. Geburtstag von Micky Maus
Deutschland
Das Fleisch der Vielen: Comic-Adaption von Bestseller-Autor Kai Meyer
Keine Romantisierung: Der Umfall von Mikael Ross
Themen
Reisen und Schreiben: Pierre Christins Biografie Ost-West
Buffy endet mit einer zwölften Staffel
Crashkurs mit Bruchlandung: Japanisch
Frank Millers Xerxes: Mehr Tamtam als Tiefe
Bahoe Books: Aus den Alpen in die Welt
Kolumnen
Obligatorische Kampfszene: Katz & Goldt
Seriencheck: Der große Tote
Lettre de France: Der frankobelgische Markt
Speed Lines: Der nordamerikanische Markt
Zeitreise: Vor 60 Jahren: 1959
Comic
Witteks Welt 20: »Inktober – On the Bus«
Außerdem viele Rezensionen und die Vorstellung der interessantesten Novitäten des 1. Quartals 2019. Wieder dabei: Der ALFONZ-Reader mit Comicleseproben auf 16 Seiten von Das Geheimnis der Zeit, Doppel 7, Die Mexikaner und Die Alten Knacker.
Beilagen-Hinweis: Jedem Aboheft liegen die Ausgaben Nr. 70 und 71 der ALFONZ-Enzyklopädie bei.
ALFONZ 1/2019 mit 100 Seiten erscheint am 19. Dezember 2018 zum Preis von nur 7,95 Euro.